diamanten

Der Diamant ist eine von vier Modifikationen des Kohlenstoffs.

Mit einer Mohshärte von 10 ist er das härteste bekannte Material. Er ist jedoch in verschiedenen Kristallrichtungen unterschiedlich hart. Nur aus diesem Grund kann man Diamant überhaupt mit Diamant schleifen.

 

Entstehung und Gewinnung

Diamant bildet sich unter der Erde bei enormen Druck und hohen Temperaturen. Meistens in einer Tiefe von ca 150km und Temperaturen bei ca 1200° bis 1400° C. Vulkanische Aktivitäten transportieren die Gesteine, in dem Diamanten enthalten sind, an die Erdoberfläche.

 

Vorkommen

Die größten Diamantvorkommen befinden sich in Russland, Afrika, Australien und Kanada.

Es wurden aber bereits auf allen Kontinenten Diamanten gefunden!

Die Jahresproduktion an Naturdiamanten liegt bei etwa 20 Tonnen. Der Bedarf wird jedoch bei weitem nicht gedeckt. Bis zu 80% der Nachfrage bleibt offen. Heute wird - gerade in der Industrie - ein kleiner Teil des Bedarfs mit synthetischen Diamanten gedeckt.

 

Synthetische Diamanten

Dem schwedischen Physiker Erik Lundbard gelang es im Februar 1953 erstmals einen synthetischen Diamanten herzustellen. Seit 1955 ist es mit Hilfe des Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahrens (HPHT) möglich, künstliche Diamaten herzustellen. Dabei wird Graphit mit einer hydraulischen Presse bei bis zu 60.000 bar und ca 1.500°C zusammengepresst.

schliffformen

Die besonders charakteristische und häufigste Schlifform bei Diamanten ist der Brillantschliff.

 

Das Oberteil des Brillanten muss mindestens 32 Facetten & Tafel aufweisen. Das Unterteil muss mindestens 24 Facetten und eine Kalette zeigen. Dazwischen ist die so genannte "Rundiste".

 

Lediglich ein Diamant mit diesem Schliff darf als Brillant bezeichnet werden.

 

Durch seine 56 Facetten plus Tafel und Kalette entsteht hier ein Klassiker und das Non-Plus-Ultra in Sachen Brillanz und Feuer.

 

Möglich ist es andere Edelsteine oder Imitate in Brillantschliff zu verarbeiten. Diese müssen jedoch eine andere Bezeichnung haben. z.B. Zirkon, unecht, etc...

weitere Schliffformen:

fancy Diamonds

Unter "Fancy Diamonds" versteht man farbige Diamanten.

Die meisten Diamanten sind zwar farbig, weisen aber zum Großteil eine schlecht ausgeprägte Farbe auf, die mit freiem Auge, meist kaum sichtbar ist.

Die Eigenfarben des Diamanten kann Tönungen in vielen Farben enthalten.

 

Reine, intensive Farben sind sehr selten und meist hochbezahlt.

Das sind "Fancy Diamonds".

Statistisch gesehen findet man unter 100.000 Diamanten durschnittlich nur einen "Fancy".

Gelb- und Brauntöne, die mehr als 80% aller farbigen Diamanten ausmachen, sind im engeren Sinne keine Fancy's.

Das Farbspektrum von Fancy Diamonds im Überblick:

  • Kanariengelb
  • Cognacbraun
  • Blau
  • Grün
  • Rot
  • Rosa oder Pink
  • Schwarz